2009
08.24

Gesehen und für sehenswert befunden!

Aber beginnen wir bei der Einleitung. Ich war nie ein großer Fan von Tarantino und ich werde sicher nie ein großer Fan werden. Aber mit Inglorios Basterds hat er einen wirklich gelungenen Film abgeliefert. Das schon alleine, weil der Film polarisiert wie schon lang keiner zuvor. Die einen finden ihn geschmacklos, primitiv und antideutsch, womit sie Recht haben, so lange sie in den Untiefen hollywoodscher Flachwassercinematografen fischen. Geschmacklos ist der Film nur, wenn man nicht weiß, dass Quentin Tarantino ein ausgesprochener Fetischist ist. Damit meine ich jetzt nicht seine spezielle Liebe für Damenfüße, sondern seine Zitatelust und Filmbegeisterung. Von den Dia- und Monologen ganz zu schweigen, derer es auch hier fast schon zu viel gab. Blut und Gewaltorgien gehören sowieso zu seinen Filmen dazu und wem das zu viel ist … sollte lieber zu Hause bei Mutti bleiben und Meerschweinchen kuscheln. Primitiv ist der Film keineswegs, auch wenn eben jener Fetischismus einen schnell davon abhält, sich etwas tiefer damit zu beschäftigen. Wer also genau hinschaut, kann sich mit dem deutschen UFA-Film und Leni Riefenstahl auseinandersetzen, die Übernahme brauchbarer Kolaborateure der Aliierten und mit “the good German” sogar in mehreren Facetten. Was es das Antideutsche betrifft, nun ja nicht immer können die Amis die Bösen sein. Was mich direkt zu Christoph Waltz als Col. Hans Landa bringt. Ich habe lange nicht mehr einen so verstörenden Bösewicht gesehen. Versteckt unter einer Narrenkappe, geradezu widerwärtig nett, ist Landa wirklich furchterregend. Christoph Waltz spielt ihn grandios und den kompletten Rest der Entourage an die Wand. Dabei ist das große deutsche Aufgebot bis auf einige Ausnahmen tatsächlich gut. August Diehl zeigt, was er kann und selbst Daniel Brühl gibt seiner Figur Originalität. Über Till Schweiger und Diane Krueger lässt sich, wie immer, streiten. Ich persönlich fand den Cameo von Bela B. amüsanter. Aber auch Bratt Pitt spielte Lt. Aldo Raine allenfalls routiniert, er persiflierte sozusagen sich selbst.

Abschließend bleibt zu sagen, anschauen, genug Sitzfleisch mitbringen, den morbiden Unterhaltungsbedürfnissen Futter geben und wenns Spass macht sogar ein wenig darüber reflektieren!

Wegtreten!

2009
08.23

Der Walkampf ist grausam geworden hier in Deutschland. Einige Parteien muten  uns Normalsterblichen einfach zu viel zu. Ganz vorn dabei, die Union. Ein besonders perfides Beispiel liefert die Rede von “der Leyen” in Sultzbach. Es ist nicht die Bedeutung ihrer Worte die einem Schmerzen bereitet, es ist hier der Tonfall. Der erste Gedankengang, den man zu derartigem verbalen Unrat fassen kann, ist … irgendein Vergleich zu … Rednernaturen mit Führungsanspruch. Danach ist man vielleicht schockiert, dass man sich im Kopf zu einem derartigen Vergleich verleiten lässt. Der Gedanke schmerzt. Die selbe janusköpfige Person die mit ihrem scheiß netten Lächeln ihren Gegnern Blumen überreicht, während sie die Argumente ihrer Gegner ignoriert, hat auch darin den Stacheldraht eingepflochten in den man blind hinein greift wenn man nicht aufpasst. Und dabei gefilmt werden möchte sie auch nicht. Bezeichnenderweise sind die Auditoren in den beiden Videos Rentner und Vorschulkinder, eben auch eine funktionierende Art kritischen Fragen aus dem Weg zu gehen.

Ursula von der Leyen ist nicht die erste, die im guten Glauben, blinden Wahn und Ignoranz viel Schaden anrichten kann. Ich möchte mir nicht ausmalen wohin das alles noch führt…

2009
08.22

Eine Gutachterin spricht jetzt Vattenfail Kompetenz für Reaktorbetrieb ab. Wie überraschend! Wirklich, das trifft mich vollkommen unvorbereitet. Ich binn vollkommen fassungslos. All die Jahre habe ich doch den Versicherungen von … Experten vertraut. Wie konnte es nur so weit kommen, was können wir dagegen tun? Ohne Atomstrohm gehen doch die Lichter in Deutschland aus…

2009
08.20

Heul- und Spendenaufruf

In so harten Zeiten wie diesen, also wenn das Sommerloch auch hier sehr präsent ist, wuchert die copy&paste Unkultur. Das ist, natürlich ganz Ironisch frei, sehr schlimm für den echten Journalismus (-mus wie Brei). Daher spendet bitte auch mir:


(via)

Ich habe zwar keine eigene Zeitung und nenne mich auch nicht Journallaie, schreibe aber auch immer mit Verspätung ,selbstreferenziell und opportunistisch über … Dinge. Also spendet mir und nutzt die Bildzeitung zum Fisch einwickeln … oder so.

2009
08.13

ONN ist beängstigend


Ex-Pedophile Shares Tips On How To Make Your Kids Less Attractive

Wer “The Onion” nicht kennt, ist sicher schwer irritiert. Vielleicht machen die Zwiebelnasen ihren Job einfach zu professionell mit zu viel britischem Humor und zu wenig Klamauk. Daher fällt das Lachen schwer…

2009
08.12

Ein Bild sagt mehr als …

… ständig watteweiches Lächeln. Und Dummheit schützt vor Arbeit nicht.

kari_20090812_verantwortung

(via Stuttmann)

2009
08.10

Kein Schafscontent …

zahnrad

… aber dafür auch mit Zähnen. Oder so ähnlich.