07.20
Wir erinnern uns, am 4. Juli, also vor gut 16 Tagen musste das AKW Krümel aufgrund von Problemen mit einem Transformator mittels Reaktorschnellabschaltung herunter gefahren werden. Vattenfail war auch etwas spät dran mit der Öffentlichkeitsarbeit und hat mit Unterstützung von Extra3 erheblich nachgebessert. Inzwischen ist das Thema auch bei Kanzlerin Merkel angekommen.
“Es kann einem schon der Zorn ins Gesicht steigen, wenn man sieht, was dort passiert ist”
Wer die Sprechblasenqualität von Frau Merkel kennt, ist geradezu überrascht von der Emotionalität und Klarheit dieser Aussage. Das mag sicherlich daran liegen, dass nach gut zwei Wochen die gefühlte Empörung einfach noch zu groß ist, um ein gut durchdachtes schwammiges Statement von sich zu geben. Doch damit nicht genug, es wird auch der Atomindustrie gedroht, dann aber wieder auf der poriferen Ebene:
“Brückentechnologie. Das brauchen wir nicht auf immer und ewig”
Unsere Kanzlerin würde guten Geldgebern natürlich nie offen drohen, es war mehr der Hinweis das sich der Lobbyzins erhöht hat. In Zeiten der Wirtschaftskrise sollte eben auch eine Partei liquide bleiben. Fragen sie mal die FDP!
Zum Schluss kommt doch noch eine Sprechblase mit inhaltlichem Minderwert von erstaunlicher Potenz:
“Die Kernkraftgegner haben auch alles getan, um das zu verhindern.”
Das Gegner auf die Idee kommen, etwas verhindern zu wollen, unglaublich! Auf einen solchen kausalen Zusammenhang wäre ich nie gekommen!
Hamma wieda was gelernt…
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