07.07
Was haben der Hubert, der Dieter und der Axel gemeinsam?
Genau, das so Onkels die ihre besten Zeiten hinter sich haben, ein wenig überfordert vom Thema Internet sind und jammern können wie … naja, das können sie eben besonders gut.
Was der Hubert möchte, das hatte ich ja schon mal kommentiert, was der Dieter will, das hat Stefan noch besser kommentiert. Dem ist wirklich Nichts hinzu zu fügen. Bleibt also der Axel. Der besitzt die Bildzeitung und die ist, wie wir alle wissen, der Inbegriff des qualitativ hochwertigen Journalismus.
Und was sagt das Sprechrohr des Onkel Axel denn nun genau?
- „Mit Blick auf Paid-Content-Modelle wies der Springer-Manager auf GEMA-ähnliche Lösungen hin.“
Die GEMA ist so ein Verein, der sich um die Weiterverwertung des Sondermülls von Musikern sorgt, die ihre besten Zeiten hinter sich haben. So zum Beispiel über Pauschalabgaben für CD-Rohlinge, egal ob darauf deren Musik kopiert wird, oder eben anderer Müll. Der Axel möchte also eine Zwangsabgabe auf Computer.
“Davon könnten auch journalistische Angebote profitieren”, sagt das Sprechrohr.
Finden wir gut, dann wird die Bildzeitung noch besserererer als sie eh schon ist. Oder etwa nicht?
Als Nächstes kommen bestimmt auch Onkel EON und Onkel Vattenfall und wollen eine GEMA-ähnliche Lösung für alle Elektrogeräte. Für den qualitativ hochwertigen deutschen Strom. Bevor jemand auf die Idee kommt, minderwertigen Strom aus Polen zu beziehen.
Danach die Onkels, die in der Wüste auf dem Öl sitzen, mit einer GEMA-ähnlichen Lösung für Automobile. Alles nur, um noch besseres Öl anbieten zu können. Wobei, die Männer in den Bettlaken sind doch subtiler und kaufen sich direkt bei Porsche ein.
Gut, wir sind dann doch nur mäßig beeindruckt von den Vorschlägen. Wirklichkeitsfremd ist dafür der angemessene Euphemismus,denke ich. Aber bestimmt sagt das Sprechrohr des Onkel Axel noch was Tiefgreifendes und Bodenständiges, das uns überzeugt:
- „Als wesentliche Treiber im Werbemarkt sieht [das Sprechrohr] in der Zukunft Performance Marketing mit attraktiven ROI-Modellen sowie Targeting angesichts eines starken Mehrwertes für Kunden und einer Erhöhung der TKP.“
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