2009
06.30

Twittergewitter

Warum machen jetzt alle was mit diesem Twitter?
Und überhaupt, wer ist dieser Twitter eigentlich?

Habe ich nicht schon genug Accounts bei facebook, studi-,mein- und StasiVZ deren Referenzielle Integrität schon irrelevant geworden ist?
Gab es nicht genug Foren, in denen ich genug Lügenbarikaden mit anderen Usern errichtet habe?

Nein! Ab jetzt ist man ein Twitterer, oder ein Follower und nichts ist wichtiger als die momentane Befindlichkeit zeitnah mitzuteilen.   Oder sich gegenseitig über Twitter zu dissen, die neue Trendsportart! Selbst Münte und Taus machen es.

Da müsste und würde ich dabei sein, wenn dieser Text mit 140 Zeichen ausgekommen wäre.
Tut er aber nicht!

2009
06.30

gefordertes Internet

Hubert Burda stellt Forderungen an das Internet.

Also eigentlich fordert er den „Gesetzgeber“ für mehr “Gerechtigkeit” im Internet zu sorgen.  Er fühlt sich nämlich von den Suchmaschinen ungerecht behandelt. Weil, das sind ja Maschinen, die haben keinen Sinn für Gerechtigkeit. Unrecht kennt eine Maschine ja auch nicht, aber das ist dem Hubert ja egal. Bestimmt sind die Betreiber der Maschinen ganz böse auf ihn.  Hubert Burda ist Verleger von so Zeugs wie SuperIllu und Focus. Das sind die Suchmaschinenbetreiber bestimmt mal in ein zwei Artikeln nicht ganz so gut weg gekommen. Und weil die jetzt so sauer sind, ist eine Suche nach Artikeln aus dem Hause Burda zum Beispiel bei Google total subjektiv.  Deswegen hat er, also der Herr Burda, einen Netten kleinen 3 Punkte Katalog erstellt:

Als erstes fordert er ” Das Recht, von den Suchmaschinen nach objektiven Kriterien gefunden zu werden.”
Find ich voll toll!!!
Ich möchte bei einer Suchmaschine nämlich auch nach objektiven Kriterien genau das finden was ich suche und nichts anderes!

Dann möchte Hubert Burda “Das Recht, an den Erlösen der Suchmaschinen fair und zu überprüfbaren Konditionen zu partizipieren.”
Find ich voll toll!!!
Ich mache ja auch was mit schreiben , also will ich auch Kohle von diesen komischen Suchmaschinen. Meine Blog findet man da zwar nur auf Platz 7 bei denen, ich würde mich aber auch mit 1/700 des Nettogewinn von Google zufrieden geben. Ehrlich!

Und zum Schluss fordert Herr Burda “Das Recht auf Neutralität der Plattformen und damit verbunden die Garantie, dass Inhalte von verlegerischen Transaktionsangeboten von Suchmaschinen nicht für eigene Geschäftsmodelle genutzt werden.”
Find ich voll…. Moment, das habe ich nicht ganz verstanden….
Aber klingt voll toll!!!

Und was sagt der Betreiber der Suchmaschine objektiv dazu? Bestimmt so was nettes wie: Sucht euch doch gefälligst ne andere Suchmaschine!

2009
06.26

Wer kennt ihn nicht, den vielleicht dümmsten Spruch des Jahrzehnts.  Eine Phrase, so hohl und leer wie das Wissen derer über das Internet, die sie ernsthaft in den Mund nehmen.

Passend dazu drischt man bei Twitter noch ein paar Phrasen mehr.

2009
06.26

Requiem

Michael Jackson ist tot. Dem Halbgott, der öffentlich zur traurigen Gestalt mit dem Affen demontiert und von seinem infantilen Lebensstil in der Villa Kunterbunt ruiniert wurde. Er ist ein Symbol all der Übergrößen, die nicht mehr in das neue Jahrtausend passen und daher vor kurzem untergingen oder bald untergehen werden. Breitbildformate von gestern, deren lange Schatten das einzige sind was durch den schmalen Korridor der Evolution passen wird. Gedenken wir also den drei Großen Amerikas, denen die Politik einen ehrenvollen Tod verweigerte. Chrysler und GM wurden dem Abdecker übergeben, um deren Organe der Weiterverwendung überführen zu können, während man bei Ford auf den Erfolg lebensverlängernder Maßnahmen durch den Tropf der amerikanischen Gelddruckereien hofft. Mögen sie eine Warnung sein an die Manager deutscher Hersteller, die Elektromobilität nicht zu verschlafen. Zu behaupten man baut die besten Autos der Welt, welche in Wirklichkeit technologisch von gestern sind, ist keine Strategie mit sicherer Zukunft. Richten wir unseren Blick auf Dubai, welches das Sinnbild für tausendundeinen Städtetraum sein wollte mit dem Beweis, dass etwas eine große Zukunft hat, so lange man nur genug Geld hineinsteckt, in Wirklichkeit aber zur dysfunktionalen Stadt mutierte. Nach dem Platzen der Phantasmagorie wurde daraus ein anschauliches Beispiel für „etwas in den Sand setzten“ und vorerst die größte vom Weltall sichtbare Bauruine auf diesem Planeten. Die Wüste hats gegeben und die Wüste wird es sich wieder nehmen. Vergessen wir nicht das Sterben der Kernkraftwerke, deren Renaissance von ihren blinden Propheten herbei rezitiert wird, unfähig zu erkennen, dass sie versuchen ein totes Pferd zu reiten. Seid gewarnt vor den Verheißungen von CCS- und Fusionskraftwerken! Ihre Überlebenswahrscheinlichkeit ist gering und und das Menetekel der Totgeburt lässt sich schon aus dem Datenrauschen filtern. Vergesst niemals, dass die Leugnung von Veränderungen meist dem eigenen Untergang vorauseilt!

Ach, und möge doch bitte jemand den Internetausdruckern Bescheid geben!

2009
06.25

Die Tagesmeldungen…

Kommen wir zum Tagesthema aller deutschen Blogs. In der Zeit gab es ein Streitgespräch zwischen Ursula von der Leyen und Franziska Heine.  Um meine Seite nicht den Eindruck eines toten Bahnhofs erscheinen zu lassen, springe ich auch auf den Zug auf.  Zu allererst wäre der kleine Unterschied zwischen Printversion und Netzversion des Artikels. Wie üblich wird daraus ein großer Unterschied in der Wirkung. Das wird man der Redaktion des Intelektüllenblattes(O.Ton Pispers) in Zukunft wohl noch öfters genüsslich vorhalten.  Zurück zum Streitgespräch, welches natürlich von vielen analysiert, kommentiert und dekonstruiert wurdeAndernortes wird dies in einem griffigen Satz zusammengefasst.  Derweil in Villariba sich einige noch als Netzbeschützer hervortun um es danach ausdrucken zu können, bekommt man in villacdu schon kalte Füße und streichen doch das nette “Rechtsverletzer verwarnen und nötigenfalls ihre Zugänge sperren” aus ihrem Wahlprogramm. Weil “Rechtsverletzungen werden wir effektiv unterbinden” ist ja viel besser und so griffig.  Eine klare Ansage sozusagen, obwohl eine klare Ansage ist dann doch eher die Aussage von Thomas Hoeren “Wir haben es mit bestochenen Abgeordneten und mit bestochenen Gutachtern zu tun – eine offene Diskussion ist damit nicht zu erwarten”.

Kann mal bitte jemand bitte die Einflussnahme der Industrie auf unsere leichtgläubligen Parlamentarier unterbinden! Bitte, Danke, Tschüss.

2009
06.24

Manchmal ist es ja nicht ganz einfach einem fachlichen Leyen zu erklären, was das Prinzip einer Sache ist. Damit meine ich nicht die Definition von “Wie etwas funktioniert” sondern “Warum es genau so funktioniert und nicht anders”.

Kristian erklaert zum Beispiel sehr einfach was der wesentliche Unterschied zwischen der IT-Welt und der … Althergebrachten ist.

2009
06.23

Gedankenlosigkeiten

Wenn große Erwartungen

zu verlorenen Illusionen werden

müssen wir unseren Stolz hinunterschlucken

um weiter zu kommen.

Doch ist dieser zu groß

lieg er wie ein Mühlstein im Bauch

und bricht uns das Rückgrad.

Wirbellose hatten es schon immer einfacher.